28. April 2026
Stressbewältigung & Resilienz, 5 Zeichen, dass Ihr Kind gerade unter zu viel Stress steht– und was Sie als Elternteil jetzt machen können
Ihr Kind schläft schlecht, ist gereizt oder hat immer wieder Bauchschmerzen – und Sie wissen nicht genau, was los ist? Kinder sagen selten „Ich bin gestresst.“ Sie zeigen es anders. Und das übersieht man leicht.
Hier sind fünf Zeichen, die ich in meiner Arbeit mit Familien immer wieder sehe – und ein paar Ideen, was Sie machen können.
1. Ihr Kind ist häufiger gereizt oder wütender als sonst
Wenn ein Kind, das sonst gut drauf ist, plötzlich bei Kleinigkeiten explodiert, steckt da oft mehr dahinter als schlechte Laune. Das Nervensystem ist voll. Kinder können das nicht in Worte fassen – also zeigen sie es.
2. Schlafprobleme oder nächtliches Erwachen
Nicht einschlafen können, nachts aufwachen, Albträume – das sind häufige Stresssignale. Im Schlaf verarbeitet das Gehirn den Tag. Wenn tagsüber zu viel war, klappt das nachts oft nicht mehr. Viele Eltern merken hier zuerst, dass etwas nicht stimmt.
3. Körperliche Beschwerden ohne klaren Befund
Bauchschmerzen vor der Schule, Kopfweh am Sonntag, Übelkeit ohne Erkältung – der Körper reagiert, wenn die Seele unter Druck steht. Besonders der Darm ist bei Kindern sehr empfindlich. Stress landet oft buchstäblich im Bauch.
4. Rückzug oder plötzliches Klammern
Manche Kinder ziehen sich zurück, werden still. Andere hängen sich plötzlich stärker an. Beides kann dasselbe bedeuten: Das Kind fühlt sich unsicher und sucht Halt – jedes auf seine Art.
5. Konzentrationsprobleme oder plötzliche Schulunlust
Ein Kind, das früher gerne in die Schule gegangen ist, will plötzlich nicht mehr. Oder es kann sich einfach nicht konzentrieren. Unter Stress schaltet das Gehirn auf Sicherheitsmodus – und Lernen funktioniert dann nicht mehr gut.
Was können Sie jetzt machen?
Erstmal: Ruhig bleiben (mit einen Autogenes Training Kurs von mir). Kinder brauchen das Gefühl, dass Sie als Elternteil da sind:
• Bauen Sie kleine Auszeiten ein – zusammen kochen, rausgehen, vorlesen, Quatsch machen.
• Kurz durchatmen – zusammen. Das klingt einfach, hilft aber wirklich.
• Halten Sie Routinen ein oder führen Sie neue Routinen ein – Verlässlichkeit gibt Sicherheit.
Sie wollen, dass Ihr Kind lernt, selbst zur Ruhe zu kommen?
Im Autogenen Training – entwickelt von J.H. Schultz – lernen Kinder, ihr Nervensystem selbst zu beruhigen. Ich biete Kurse für Kinder und Jugendliche am Bodensee an. Schauen Sie gerne mal rein.
