31.03.2026

Mein Kind kann nicht verlieren – was dahintersteckt und was Sie jetzt tun können

Das Spiel ist noch nicht vorbei – und schon fliegt die Spielfigur quer durch das Zimmer. Tränen, Wut, alles hinwerfen. „Das ist unfair!" Oder auch: Schweigen, Türknallen, Rückzug.

Wenn Ihr Kind schlecht verlieren kann, kennen Sie diesen Moment. Und vielleicht fragen Sie sich: Ist das normal? Mache ich etwas falsch? Und wann hört das endlich auf?

Erstmal das Wichtigste: Es ist nicht Ihre Schuld – und Ihr Kind ist auch nicht „schwierig".

Was wirklich dahintersteckt

Kinder, die nach einer Niederlage ausrasten, sind nicht verzogen oder manipulativ. Ihr Gehirn ist schlicht noch nicht in der Lage, mit Enttäuschung so umzugehen wie ein Erwachsener. Der Teil des Gehirns, der für Impulskontrolle und Emotionsregulation zuständig ist, ist bei Kindern noch in der Entwicklung. Das bedeutet: Verlieren trifft sie mit voller Wucht, ohne den inneren Puffer, den wir als Erwachsene haben.

Dazu kommt: Kinder verbinden Gewinnen und Verlieren oft mit ihrem Selbstwert. Wer verliert, glaubt manchmal unbewusst: Ich bin schlechter. Ich bin weniger wert. Gerade Kinder, die ohnehin empfindlich auf Kritik oder Misserfolg reagieren, trifft das besonders hart.

Was Sie jetzt konkret tun können

1. Das Gefühl benennen – nicht sofort erklären

Wenn Ihr Kind gerade ausrastet, hilft Erklären nichts. Das Nervensystem ist überwältigt – da kommt kein Argument an. Was hilft: Benennen Sie das Gefühl ruhig und ohne Wertung. „Ich sehe, dass dich das gerade wirklich wütend macht. Verlieren ist schwer." Das allein kann schon etwas in Ihrem Kind beruhigen – weil es sich gesehen fühlt.

2. Nicht trösten durch „Gewinnen lassen"

Viele Eltern machen den Fehler, den Verlust rückgängig zu machen – das Spiel neu anfangen, absichtlich verlieren, das Ergebnis umdeuten. Das ist verständlich, aber es hilft dem Kind langfristig nicht. Besser: Die Enttäuschung aushalten lassen – liebevoll, aber klar. Ihr Kind darf traurig oder wütend sein. Das gehört dazu.

3. Über das Spiel reden – aber danach

Wenn die Emotionen abgeklungen sind, kommt das Gespräch. Nicht sofort, nicht mitten im Sturm. Wenn Ihr Kind wieder ruhig ist, können Sie gemeinsam schauen: Was lief gut? Was war das Schwierige? Was könnte beim nächsten Mal anders sein? Kinder, die lernen, über ihre Gefühle zu sprechen, entwickeln langfristig mehr Resilienz.

4. Im Alltag üben – mit kleinen, ungefährlichen Spielen

Je mehr ein Kind in entspanntem Rahmen Erfahrungen mit Gewinnen und Verlieren macht, desto besser. Kurze Kartenspiele, einfache Würfelrunden, kleine Wettbewerbe beim Kochen – das sind sichere Übungsräume.

5. Vorbild sein

Kinder schauen sich ab, wie wir als Erwachsene mit Misserfolgen umgehen. Wenn Sie selbst beim Spielen verlieren – zeigen Sie ruhig, wie Sie damit umgehen. „Och, verloren! Na gut, dann gewinne ich vielleicht das nächste Mal." Das klingt einfach, wirkt aber.

Wann es mehr braucht als Tipps

Wenn Ihr Kind regelmäßig und sehr heftig auf Verlieren reagiert, wenn auch andere Bereiche des Alltags schwierig sind – Schule, Freundschaften, Schlaf – dann steckt oft mehr dahinter, niedriges Selbstwertgefühl, innere Anspannung, Angst vor Versagen.

In meiner Beratung schaue ich gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind, was dahintersteckt – und wir entwickeln Wege, die wirklich zu Ihrem Kind passen. Schritt für Schritt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind gerade feststeckt – melden Sie sich gerne.

🔗 Alle Infos finden Sie auf katharina-dietrich.info

25.03.2026

Dein Kind redet sich klein – was dahintersteckt und was du abends tun kannst

„Ich bin so blöd.”

„Das schaff ich sowieso nicht.”

„Die anderen können das alle – ich nicht.”

Wenn Sie das öfter hören, wissen Sie wie sich das anfühlt. Man möchte als Elternteil widersprechen, aufmuntern, erklären. Und trotzdem ändert sich nichts. Ihr Kind sagt es morgen wieder.
Das liegt nicht daran, dass Sie falsch reagieren. Es liegt daran, dass das Problem tiefer sitzt.

Ein Bild, das sich festgesetzt hat.

Kinder, die sich ständig klein reden, glauben meistens wirklich, was sie sagen. Irgendwann – oft ohne dass jemand es bemerkt hat – hat sich ein inneres Bild geformt. Ein Bild davon, wer sie sind. Was sie können. Was nicht.

Und dieses Bild ist mächtiger als jedes Zureden von außen.
Sie können Ihrem Kind hundert Mal sagen, dass es toll ist. Wenn das innere Bild etwas anderes zeigt, kommt Ihr Satz nicht wirklich an. Er prallt ab. Nicht weil Ihr Kind stur ist – sondern weil das innere Bild stärker ist.

Was Sie abends tun können:
Es gibt einen Moment am Tag, der oft unterschätzt wird: die Zeit kurz vor dem Einschlafen.

In diesem Zustand ist das Gehirn entspannt und offen. Was Ihr Kind in diesen Minuten über sich denkt, sickert anders ein als tagsüber. Das ist kein Zufall – und genau deshalb nutze ich diesen Moment auch in meiner Arbeit mit Kindern.

Die Übung ist einfach:
Fragen Sie Ihr Kind kurz vor dem Schlafen – „Was hat heute gut geklappt? Auch das Kleinste zählt.”
Vielleicht nennt Ihr Kind etwas. Vielleicht schweigt es kurz und lächelt dann. 

Hilfreich sind kleine ausgedruckte Fotos, von Erfolgen, ein Foto beim Fahrradfahren, beim Turm bauen usw, dann hat Ihr Kind seine Erfolge immer bildlich vor Augen.

Auch kleine Sätze können helfen, das neue Bild zu festigen: Kleine Mutmachsätze: Ich schaffe das. Ich bin stark. Ich bin mutig.

Was sich verändern kann:
Nicht sofort. Das ist wichtig zu wissen.
Aber nach einigen Wochen merken Sie kleine Veränderungen. Ihr Kind spricht positiver von sich. Es erinnert sich an kleine Erfolge. Es fängt an, sich anders zu beschreiben.

Innere Bilder verändern sich langsam. Aber sie verändern sich.

Manchmal reicht eine Abendübung nicht aus. Wenn Ihr Kind sich seit Langem klein redet, wenn Schulstress, Ängste oder soziale Themen dazukommen – dann steckt oft mehr dahinter.
In meiner Beratung schaue ich gemeinsam mit Ihrem Kind und Ihnen, welche Bilder da sind und wie neue entstehen können. Schritt für Schritt, in einem Tempo, das zu Ihrem Kind passt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind gerade feststeckt – melden Sie sich gerne.

🔗 Alle Infos finden Sie auf katharina-dietrich.info

18.03.2026
Stressbewältigung & Resilienz
5 Zeichen, dass Ihr Kind gerade unter zu viel Stress steht
– und was Sie als Elternteil jetzt machen können

Ihr Kind schläft schlecht, ist gereizt oder hat immer wieder Bauchschmerzen – und Sie wissen nicht genau, was los ist? Kinder sagen selten „Ich bin gestresst.“ Sie zeigen es anders. Und das übersieht man leicht.

Hier sind fünf Zeichen, die ich in meiner Arbeit mit Familien immer wieder sehe – und ein paar Ideen, was Sie machen können.

1. Ihr Kind ist häufiger gereizt oder wütender als sonst
Wenn ein Kind, das sonst gut drauf ist, plötzlich bei Kleinigkeiten explodiert, steckt da oft mehr dahinter als schlechte Laune. Das Nervensystem ist voll. Kinder können das nicht in Worte fassen – also zeigen sie es.

2. Schlafprobleme oder nächtliches Erwachen
Nicht einschlafen können, nachts aufwachen, Albträume – das sind häufige Stresssignale. Im Schlaf verarbeitet das Gehirn den Tag. Wenn tagsüber zu viel war, klappt das nachts oft nicht mehr. Viele Eltern merken hier zuerst, dass etwas nicht stimmt.

3. Körperliche Beschwerden ohne klaren Befund
Bauchschmerzen vor der Schule, Kopfweh am Sonntag, Übelkeit ohne Erkältung – der Körper reagiert, wenn die Seele unter Druck steht. Besonders der Darm ist bei Kindern sehr empfindlich. Stress landet oft buchstäblich im Bauch.

4. Rückzug oder plötzliches Klammern
Manche Kinder ziehen sich zurück, werden still. Andere hängen sich plötzlich stärker an. Beides kann dasselbe bedeuten: Das Kind fühlt sich unsicher und sucht Halt – jedes auf seine Art.

5. Konzentrationsprobleme oder plötzliche Schulunlust
Ein Kind, das früher gerne in die Schule gegangen ist, will plötzlich nicht mehr. Oder es kann sich einfach nicht konzentrieren. Unter Stress schaltet das Gehirn auf Sicherheitsmodus – und Lernen funktioniert dann nicht mehr gut.

Was können Sie jetzt machen?
Erstmal: Ruhig bleiben (mit einen Autogenes Training Kurs von mir). Kinder brauchen das Gefühl, dass Sie als Elternteil da sind:
• Bauen Sie kleine Auszeiten ein – zusammen kochen, rausgehen, vorlesen, Quatsch machen.
• Kurz durchatmen – zusammen. Das klingt einfach, hilft aber wirklich.
• Halten Sie Routinen ein oder führen Sie neue Routinen ein – Verlässlichkeit gibt Sicherheit.

Sie wollen, dass Ihr Kind lernt, selbst zur Ruhe zu kommen?
Im Autogenen Training – entwickelt von J.H. Schultz – lernen Kinder, ihr Nervensystem selbst zu beruhigen. 

Ich biete Kurse für Kinder und Jugendliche am Bodensee an. Schauen Sie gerne mal rein.

 

11.03.2026

Resilienz bei Kindern stärken – wie Autogenes Training dabei helfen kann

Manche Kinder scheinen Schwieriges einfach wegzustecken. Andere brechen unter Druck ein.

Was macht den Unterschied?

Das Zauberwort heißt Resilienz – die Fähigkeit, schwierige Situationen aus eigener Kraft zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen. Und das Schöne daran: Resilienz lässt sich lernen – auch und gerade im Kindesalter.

Was Resilienz bei Kindern bedeutet

Resiliente Kinder sind nicht unverwundbar. Sie weinen, sie zweifeln, sie machen Fehler – genau wie alle anderen. Der Unterschied liegt darin, dass sie wieder aufstehen. Sie haben gelernt, mit Stress umzugehen, sich selbst zu beruhigen und Vertrauen in die eigene Stärke zu entwickeln.

Als Mutter, Beraterin und jemand, der seit über 10 Jahren mit Kindern arbeitet, erlebe ich immer wieder: Kinder, die eine eigene Entspannungstechnik beherrschen, gehen deutlich gelassener durch den Alltag – in der Schule, in der Familie und in Freundschaften.

Warum Autogenes Training so wirkungsvoll ist

Autogenes Training ist eine der wenigen Entspannungsmethoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Was viele nicht wissen: Sie funktioniert auch wunderbar bei Kindern – altersgerecht und spielerisch angepasst.

Kinder lernen dabei, durch gezielte innere Bilder und Körperwahrnehmung in einen Zustand tiefer Ruhe zu gelangen. Schritt für Schritt entsteht so eine Fähigkeit, die sie ihr ganzes Leben begleiten wird: sich selbst zu regulieren – ohne Hilfe von außen.

Das stärkt nicht nur die Nerven in stressigen Momenten. Es stärkt das Selbstvertrauen, die emotionale Stabilität und damit die Resilienz insgesamt.

Was Eltern tun können

Resilienz entwickel sich nicht über Nacht. Ein paar einfache Dinge helfen schon im Alltag:

    ∙    Gefühle ernst nehmen und benennen
    ∙    Kindern Raum geben, Probleme selbst zu lösen
    ∙    Regelmäßige Ruhemomente einbauen – auch kurze zählen
    ∙    Entspannungstechniken gemeinsam ausprobieren

Wenn Sie merken, dass Ihr Kind häufig unter Druck steht, sich schwer beruhigen kann oder immer wieder in Stresssituationen steckt – dann könnte Autogenes Training genau das Richtige sein.

Ein letzter Gedanke

Kinder tragen mehr Kraft in sich, als wir manchmal denken. Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es, ihnen zu helfen, diesen Zugang zu finden.
Genau das ist meine Arbeit – und ich tue sie mit ganzem Herzen.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie mehr über meine Kurse erfahren? Ich freue mich auf Ihre Nachricht!
 

04.03.2026

Warum ich mich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert habe

Als ich anfing, mich mit psychologischer Beratung zu beschäftigen, wusste ich schnell: 

Mein Herz schlägt für Kinder und ihre Familien.


Das hat einen guten Grund. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hilflos man sich als Elternteil fühlen kann, wenn das eigene Kind leidet. Wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll. Wo man überhaupt Hilfe findet. Und wie wichtig es ist, in diesem Moment nicht allein zu sein.


Genau das hat mich angetrieben – und treibt mich bis heute an.


Kinder sind keine kleinen Erwachsenen


In meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 21 Jahren erlebe ich täglich, wie unterschiedlich Kinder sind – wie sie fühlen, wie sie lernen und was sie brauchen. Diese Erfahrung habe ich über viele Jahre als ausgebildete Tagesmutter, als Lerncoach und jetzt als psychologische Beraterin gesammelt.


Kinder brauchen einen anderen Zugang als Erwachsene. Keine langen Gespräche über Gefühle – sondern Bilder, Bewegung, Geschichten. Einen sicheren Ort, in dem sie sich zeigen dürfen wie sie sind. Und jemanden, der ihnen glaubt, dass sie stark sein können.


Was ich meinen kleinen und großen Klienten mitgeben möchte


Mein größter Wunsch ist, dass Kinder lernen, sich selbst zu helfen. Dass sie wissen: 

Ich habe Werkzeuge. Ich kann mich beruhigen. Ich bin stark genug.


Dafür arbeite ich mit Resilienz, Autogenem Training, inneren Bildern, Körperübungen und Gesprächen – immer angepasst an das Kind, das vor mir sitzt.


Und ich vergesse dabei nie: Hinter jedem Kind steht eine Familie. Deshalb begleite ich nicht nur die Kinder – sondern auch die Eltern, die das Beste für ihr Kind wollen und manchmal einfach nicht wissen wie.


Wenn Sie sich in diesen Worten wiedererkennen – ich bin da. Online oder vor Ort in Öhningen.
 

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